Australien Urlaub - Natur und Landschaft erleben in Down Under (Abschnitt 1/5)
Letztes Update: Samstag, 14. Juli 2012 15:53 Uhr
Im Februar 2009 ging es los - die große Reise auf die Südhalbkugel der Erde. Australien, Down Under, Australasia oder auch kurz Oz ist ungefähr so groß wie Europa,
besitzt drei Zeitzonen und wird mit nicht einmal 22 Millionen Einwohnern häufig als schönster Kontinent der Erde bezeichnet.
Auf dieser Seite möchte ich über einige Urlaubserlebnisse und gewonnene Eindrücke berichten und einige Fotos von der wunderschönen Landschaft zeigen.
Zu dritt ging es mit dem Auto los, zunächst an der Südküste entlang, dann weiter Richtung Norden bis mitten ins Outback.
Von Alice Springs schließlich mit dem Flugzeug nach Sydney und von dort wieder zurück nach Deutschland.
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Die folgende Übersicht zeigt die einzelnen Stationen der Reise:
Die Reise beginnt in Melbourne und führt zunächst in südöstlicher Richtung bis nach Philipp Island, auf die Insel der Pinguine.
Von dort geht es mit der Fähre weiter in westlicher Richtung nach Queenscliff und entlang der Südküste durch Victoria über die Great Ocean Road nach Adelaide.
Über Port Augusta und Coober Pedy fahren wir mitten in das Outback Australiens und gelangen schließlich zum Ayers Rock oder auch Uluru wie die Einheimischen Aboriginies den roten, mystischen Felsen bezeichnen.
Vorbei an den Olgas ist die nächste Station der Kings Canyon, von wo es weiter bis nach Alice Springs geht.
Mit einem Inlandsflug erreichen wir zum Ende der Reise Sydney, die größte und wohl bekannteste Stadt Australiens.
Mit Emirates starten wir in einer Boing "Triple Seven" 777-300 von Hamburg und fliegen zunächst nach Dubai. Noch in der Luft sehen wir kurz vor der Küste die neu erschaffenen Palmeninseln und den riesigen Wolkenkratzer "Burj Dubai", der alle anderen Gebäude deutlich überragt.
Nach drei Stunden Aufenthalt im Dubai Airport geht es endlich weiter bis auf die Südhalbkugel der Erde nach Melbourne.
Auch wenn uns das zweitlängste Passagierflugzeug der Welt so einiges an Komfort zu bieten hat - mit TV und Musikprogramm, einer Infotainment Plattform und zahlreichen Spielen -
die Reise bleibt eine sehr anstrengende Angelegenheit. So sind wir nach 24 Stunden in der Luft sehr froh, die engen Sitzreihen des Flugzeugs zu verlassen (gefühlt sind es eher 50 Stunden).
Endlich im Hotel ankommen lassen wir uns müde ins Bett fallen und sind schon gespannt auf die vielen neuen Eindrücke des unbekannten Landes.
In Melbourne angekommen geht es nach Verlassen des Hotels zunächst mit Taschen und Koffern mitten durch die Stadt, vorbei an diversen Einkaufscentern und Kaufhäusern.
Erst einmal entlang der Victoria Street laufen wir ein paar Blöcke, biegen in die Swanston Street und stehen bald darauf vor der State Library of Victoria, die sich mit einer ironischen Skulptur auf dem Fußweg über sich selbst lustig macht (s. Foto).
In der S-Bahn treffen wir auf deutsche Auswanderer, die inzwischen seit über zwanzig Jahren in Australien leben und sehr erfreut sind, wieder ein paar deutsche Worte zu hören.
Bei der Autovermietung in Braybrook steht unser vorab gebuchter Campervan für die Reise bereit - ein Britz Voyager.
Schnell noch etwas Proviant einkaufen und alle Koffer verstauen, dann heißt es "Vollgas geben" - jetzt zum ersten Mal auf der linken Straßenseite.
Auch wenn Melbourne die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria und mit knapp 3,6 Millionen Einwohnern nach Sydney die zweitgrößte Stadt Australiens ist, bekommt man nicht unbedingt den Eindruck einer hektischen Großstadt.
Phillip Island: Pinguin Parade
Über den Highway M1 geht es am Nachmittag an der Küste entlang über eine Brücke vom Festland auf die Insel "Phillip Island".
Neben vielen Sandstränden und zerklüfteten Felsen gibt es auf der sehenswerten Insel auch eine einzigartige Tierwelt.
Deshalb lassen wir uns nach dem Abendessen die Chance nicht nehmen, die größte Attraktion auf Philipp Island zu besuchen: die Pinguinkolonie am Summerland Beach auch bekannt als "Penguin Parade".
Dort können wir bei Abenddämmerung miterleben, wie hunderte kleine Zwergpinguine aus dem Meer springen und über den Strand marschieren, um zu ihren geschützten Schlafplätzen im Sand zu gelangen.
Trotz des Rummels vieler neugieriger Touristen und absoluten Fotografierverbots ist der Anblick der kleinen, tollpatschigen Tiere ein Highlight.
Immerhin sind die Zwergpinguine nicht nur die kleinste, sondern auch die einzige Pinguinart, die auf dem australischen Festland wohnt und brütet.
Auf der Insel sind für Besucher verschiedene Holzstege angelegt, auf denen wir ganz nah an die Tiere herankommen.
Da die Stege teilweise etwas über dem Boden verlaufen, kommt es schon mal vor, dass ein kleiner Pinguin direkt unter den Füßen neugierig vorbeischaut.
Auch spät abends nach dem Naturschauspiel sehen wir noch in der Dunkelheit einige Pinguine auf den umliegenden Wiesen und auf dem Parkplatz herumspazieren.
Nach der ersten Nacht im Campervan auf Phillip Island geht es nun daran die Insel zu erkunden. Als besonders interessant erscheint uns eine Inselgruppe im äußersten Westen,
die als raue und windige Küstenlandschaft bekannt ist: "The Nobbies".
Nach kurzer Fahrt mit dem Auto erreichen wir einen großen Parkplatz am "Nobbies Center", wo wir unseren Campervan abstellen.
Über einen sehr schön angelegten Holzsteg marschieren wir zu Fuß entlang der Küstenlinie und sind
beeindruckt vom Ausblick auf die Küste mit den zerklüfteten Felsen, Vulkangesteinen und Wasserhöhlen.
Die Landschaft wird hauptsächlich von Möwen bevölkert, doch entdecken wir außerdem ein kleines Kaninchen, das uns neugierig anblickt.
Als besondere Überraschung läuft uns wenig später ein Zwergpinguin vor die Füße.
Erfreut beobachten wir das Tier und machen schnell ein paar Fotos. Glücklicherweise gibt es tagsüber kein Kameraverbot auf "The Nobbies".
Etwas von der Küste entfernt liegen die bekannten Robbenfelsen, auf denen sich je nach Jahreszeit große Kolonien von Seehunden tummeln.
Doch trotz Fernglas haben wir leider nicht das Glück einen Seehund auf den "Seal Rocks" auszumachen.
Von Phillip Island geht es über den Highway M420 im Bogen zurück nach Sorrento, von wo aus wir mit der Fähre nach Queenscliff übersetzen.
Bei angenehmem Sonnenschein beginnt die Fahrt auf der "Great Ocean Road",
eine der wohl schönsten Küstenstraßen der Erde. Zunächst vorbei an kleinen Ferienorten wie das Surferparadies Torquay (Bells Beach)
kommen wir gut gelaunt im kleinen Örtchen Anglesea an. Ohne langes Suchen finden wir schnell einen nahegelegenen Campingplatz für die Nacht.
Noch vor dem Abendessen können wir am Strand unseren ersten roten Sonnenuntergang an der Great Ocean Road genießen.
Kommentare (2)
Old lady(2012-11-03 11:22:00) Das sind wunderschöne Fotos von Australien!
Der Bericht weckt meine tollen Erinnerungen an eine ähnliche Reise vor etwa 10 Jahren. Australien ist so ein interessantes Land mit freundlichen Menschen und dieser kolossalen Naturlandschaft. Ein wahrer Traum.
Volker(2013-02-28 16:27:56) Ich war 1992 "down under" - und würde jederzeit wieder aufbrechen.
Vielen Dank für die tollen Bilder.
Zum Teil überschneiden sich unsere Erfahrungen, zum Teil war ich in ganz anderen Bereichen. Das Land ist der Hammer.