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Australien Tour über die Great Ocean Road (Abschnitt 2/5)Letztes Update: Samstag, 14. Juli 2012 15:58 UhrDies ist der zweite Abschnitt aus dem Reisebereicht Australien 2009. An der Südküste entlang geht es über die Great Ocean Road vorbei an verschiedenen Attraktionen und Natur-Highlights. Inhalt:
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6. Vom Split Point Lighthouse über die Great Ocean Road zu den Erskine FallsSplit Point LighthouseVom Campingplatz in Anglesea fahren wir mit dem Auto weiter an der Küste entlang. Nach Lust und Laune halten wir am Straßenrand an und verlassen das Auto für einen kurzen Spaziergang. Zu Fuß gehen wir ein paar Schritte zum Strand, wo außer uns kaum andere Menschen zu sehen sind.
Weiter geht es bis Aireys Inlet zum Split Point Lighthouse, ein von den Briten im Jahre 1891 erbauter Leuchtturm. Great Ocean Road
Über die Great Ocean Road erreichen wir schließlich an einer traumhaften Bucht den Badeort Lorne. Bei einer Touristeninformationsstelle decken wir uns mit Postkarten ein und
bekommen außerdem viele Tipps für interessante Wanderungen in der Umgebung.
Erskine Falls
Wir beschließen eine Wanderung zu den etwa 10 Kilometer nördlich gelegenen Erskine Falls im Otway National Park.
Vom Parkplatz ist es nicht weit zu einer Aussichtsplattform mit Blick von oben hinab auf den 30 Meter hohen Wasserfall.
Über einen ausgebauten Pfad gelangen wir anschließend direkt hinunter zum Wasser und können das Naturschauspiel aus nächster Nähe betrachten.
Da der Wasserstand im Februar nicht gefährlich hoch ist, können wir zwischen Felsen und Steinen im Fluss herumklettern und unseren Weg zwischen den riesigen Farnen suchen.
7. Vom Cape Patton Lookout in den Regenwald zum Otway Fly Tree Top Walk und bis nach Lavers HillGreat Ocean Road: Cape Patton Lookout
Die kurvenreiche Fahrt auf der Great Ocean Road geht von einer eindrucksvollen Bucht zur nächsten und bietet viele Parkbuchten und Aussichtsplattformen,
von denen aus man die wunderschöne Landschaft in aller Ruhe bewundern kann.
Otway Fly Tree Top Walk
Verwöhnt von der anmutigen Küstenlandschaft beschließen wir, einen Tagesausflug in den Regenwald zu machen, und fahren etwas weiter in nördlicher Richtung in das Landesinnere.
Der Tree Top Walk gibt den Besuchern die einzigartige Möglichkeit, zwischen den riesigen Bäumen des Regenwaldes auf Augenhöhe mit den Vögeln zu spazieren. Die Wege variieren in der Höhe zwischen 20 und 37 Metern und außerdem gibt es eine 45m hohe Aussichtsplattform mit einer aufregenden Wendeltreppe. Nachdem wir oben angekommen sind, spüren wir unmittelbar die gewaltigen Größen im gemäßigten Regenwald. Im Wind bewegen sich die Bäume, man hört die Blätter rauschen und wir beobachten bunte Papageien in den Ästen der gegenüberliegenden Baumkronen. Über einen frei schwebenden Stahlbalken geht es weiter, etwa 33m über dem Regenwaldboden, bis wir schließlich wieder unten ankommen. Vorbei an den riesigen Baumstämmen, die oftmals die Breite mehrerer Autos umfassen, marschieren wir zwischen den bis zu 12m hohen Farnbäumen, die eine Spannweite von bis zu 10 Metern erreichen.
Lavers Hill
Nach der Tour durch den Regenwald fahren wir noch ein Stück weiter Richtung Westen.
Wir finden einen bescheidenen Campingplatz in dem kleinen Ort Lavers Hill und beschließen die Nacht dort zu verbringen.
8. Unterwegs im Port Campbell Nat Park: Wreck Beach, The Gable, Gibson Steps, 12 Apostels, Loch Ard Gorge
Wieder unterwegs auf der Great Ocean Road erreichen wir etwa 300 Kilometer westlich von Melbourne den Port Campbell National Park, der den Höhepunkt der Great Ocean Road bildet. Wreck Beach und The Gable Lookout
Etwas abseits der Straße kommen wir als erstes am Wreck Beach an.
Über eine Treppe, die entlang der steilen Klippen hinunter zum Strand führt, gelangen wir zum Wasser.
Der Wreck Beach selbst ist ein relativ kleiner, aber sehr schöner Strand. Der nächste Halt ist am "Gable Lookout" wo ein kurzer Weg zu einer Aussichtsplattform an die Klippen führt - 70 Meter über den Wellen. Auch wenn wir im Februar leider keine Wale im Wasser zu sehen bekommen, ist die Aussicht dennoch den kleinen Zwischenstopp wert. The Gibson StepsEin paar Kilometer weiter bietet der Bereich um die "Gibson Steps" eine weitere Möglichkeit, um die steilen und gefährlichen Klippen hinunter zum Strand zu gelangen. Die berühmte Außentreppe mit den teilweise sehr rutschigen und großen Stufen im Kalkgestein verläuft im Zickzack über mehrere Ebenen nach unten. Am Strand angekommen haben wir eine wunderschöne Sicht auf die senkrechte Felswand und bewundern die im Wasser stehenden, großen Steine der nahegelegnen 12 Apostles.
Twelve ApostlesDie Twelve Apostles genannten Felsen, die oft als Höhepunkt an der Great Ocean Road beschrieben werden, liegen zwischen Princetown und Port Campbell. Dabei handelt es sich um mehrere bis zu 60 Meter hohe, im Wasser stehende Felsnadeln aus Kalkstein.
Die Twelve Apostels zählen sicherlich zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Australiens, so dass wir dort leider auch dementsprechend viele Reisebusse und Touristen antreffen.
Loch Ard Gorge
Der Bereich der Steilküste um den Port Campbell National Park wird häufig auch als Shipwreck Coast (Schiffbruchküste) bezeichnet,
da dort schon etliche Schiffe an den gefährlichen Riffs verunglückt sind.
Im Bereich um "Loch Ard Gorge" kann man den Prozess der Erosion an der vom Wasser bearbeiteten Steilküste besonders gut erkennen.
Für Besucher wurden mehrere Wege und Aussichtsplattformen mit toller Sicht auf die unterschiedlichen Felsformationen angelegt.
9. The Arch, London Bridge, The Grotto, Tower Hill State Game ReserveThe Arch
Noch immer beeindruckt von den Erlebnissen des Vortages fahren wir weiter zur nächsten Abzweigung an der Great Ocean Road: "The Arch".
"The Arch" ist ein frei stehender, von den Wellen ausgespülter Sandsteinbogen.
London BridgeAls nächsten Spot auf unserer Reise fahren wir zur sogenannten "London Bridge", eine Felsformation, die noch vor einigen Jahren wie eine Doppelbogenbrücke aussah und mit dem Festland verbunden war. Doch am 15. Januar 1990 stürzte der mit dem Festland verbundene Bogen plötzlich ohne Vorwarnung ein und hinterließ zwei Besucher auf dem anderen Bogen in der Mitte zurück. Glücklicherweise konnten beide Touristen unverletzt mit dem Hubschrauber gerettet werden. Durch den eingestürzten Bogen der London Bridge ist der hochschießende Gischt besonders eindrucksvoll zu beobachten. Der weiße Schaum entsteht auf der Meeresoberfläche und wird an den Felsen aufgewirbelt.
The Grotto
Die letzte von uns besuchte Attraktion im Port Campbell National Park ist eine vom Meer ausgespülte Höhle.
Tower Hill State Game Reserve - Nelson
Kurz hinter Warrnambool fahren wir zum Tower Hill State Game Reserve mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Auf dem Weg einen Hügel hinauf zum nahegelegenen Vulkansee folgt die nächste Überraschung. Aufgescheucht läuft uns ein Ameisenigel im Eiltempo über den Weg. Er macht eine kurze Pause, schaut uns neugierig an und rennt weiter zu einem Erdloch.
Nach der Wanderung im Tower Hill State Game Reserve entscheiden wir uns wieder aufzubrechen. Nach langer Fahrt zwischen Tannenwäldern
erreichen wir am Abend den kleinen Ort Nelson einige Kilometer vor Mount Gambier.
10. Princess Margaret Rose Caves, Mount Gambier, Blue Lake, Beachport
Beim Frühstück auf dem Campingplatz in Nelson beobachten wir bunte Papageien in den Bäumen, die lauthals vor sich hin trällern und wild umherfliegen. Princess Margaret Rose Caves
Von Nelson machen wir einen Abstecher zu den Tropfsteinhöhlen bei "Princess Margaret Rose Caves", die 1936 von drei Männern zufällig entdeckt wurden, als ihr Pferd in eine der Höhlen stürzte. Mount Gambier
Unsere Reise führt uns weiter durch die kleine Stadt Mount Gambier (23.000 Einwohner), die für ihre vulkanischen Kraterseen am erloschenen, 5000 Jahre alten Vulkan "Mount Gambier" bekannt ist. Blue Lake
Mount Gambier hat drei Vulkankrater, zwei davon mit Seen. Besonders spektakulär ist der sogenannte "Blue Lake", weil er
in den wärmeren Monaten eine intensive, unnatürlich erscheinende Blaufärbung annimmt, ähnlich wie Saphire. Beachport
Nach der Wanderung am "Blue Lake" fahren wir ein gutes Stück weiter in westliche Richtung, vorbei am Canunda National Park bis zum Strand nach Beachport. Wir finden einen Campingplatz nur knapp 100 Meter vom Wasser entfernt und lassen uns vor dem Abendessen noch einmal am Strand ordentlich den Wind durch die Haare wehen.
Weiter zum nächsten Abschnitt: Coorong Nat Park, Adelaide, Mount Remarkable Nat Park♦ ♦ ♦
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