Bezahlen im Internet

Letztes Update: Dienstag, 16. August 2016 - 16:40 Uhr

Einkaufen im Internet ist heute an der Tagesordnung. Beim Surfen durchs Netz und beim Stöbern in Onlineshops finden wir viele interessante Produkte und Dienstleistungen, die unseren Alltag bereichern, das Leben vereinfachen oder einfach nur Spaß machen.

Hilfreiche Informationen zu getesteten Produkten, Tipps zur geplanten Australienreise, Hinweise auf Outletstores, spannende Rätsel oder Ratgeber und News zu vielfältigen Themen - das Angebot ist groß. Doch bei allem Spaß am Einkaufen sollten Verbraucher nicht vergessen, die Zahlungsmöglichkeiten zu prüfen. Der vorliegende Beitrag stellt einige Bezahlmethoden im Internet vor.

Im Internet einkaufen
Abbildung 1: Shoppen im Internet funktioniert rund um die Uhr. Das Bezahlen ist einfach und schnell erledigt.

Per Kreditkarte einkaufen

Eine typische Bezahlmethode im Internet ist die per Lastschrift oder Kreditkarte. Die Kreditkarte ist international sicherlich konkurrenzlos, aber nicht jeder Verbraucher hierzulande verfügt über ein solches Produkt. Was in Deutschland nicht zur Regel gehört, ist in den USA ein allseits akzeptiertes Zahlungsmittel, mit dem sogar kleinste Besorgungen im Alltag erledigt werden können. Und das zeigt sich auch bei den internationalen Onlinestores. Sie bevorzugen Kreditkarten oder bieten erst gar keine anderen Zahlmethoden an.
Zahlen per Kreditkarte ist komfortabel und schnell, aber es müssen sensible Daten preisgegeben werden. Das Sicherheitsrisiko ist es, was viele davor zurückschrecken lässt, per Kreditkarte im Netz zu bezahlen.

Sicherheitstipp: Eine verschlüsselte Verbindung wird über das Kürzel https signalisiert. Gleichzeitig befindet sich in der Adressleiste des Browsers ein Piktogramm in Form eines Sicherheitsschlosses. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik informiert unter https://www.bsi-fuer-buerger.de/­BSIFB/DE/­DigitaleGesellschaft/­EinkaufenImInternet/­BezahlenImInternet/­bezahlen.html;­jsessionid=B5AC6E2D00ECCCE8B­B870BFCD024BA69.2_cid341 über diese und andere sichere Bezahlmethoden im Internet.

Die passende Kreditkarte
Abbildung 2: Kreditkarten sind auch online verlockend einfach zu benutzen. Doch wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Kauf auf Rechnung

Die sicherste Methode zum Bezahlen im Internet ist der Kauf auf Rechnung. In diesem Fall müssen Verbraucher nämlich keine Bankdaten online stellen. Ganz klassisch und nach alter Manier kommt die Ware zuerst ins Haus. Dem Paket liegt eine Rechnung bei oder die Rechnung wird per E-Mail verschickt. Der Kunde kann in Ruhe prüfen, ob die Ware seinen Vorstellungen entspricht und wenn das der Fall ist, bezahlt er die Rechnung.
Ein Nachteil dieser Methode ist für manche, dass sie sich selber um die Überweisung kümmern müssen. Für die Händler ist die Zahlung auf Rechnung ein Risiko. Sie kennen die Kunden nicht persönlich und können das Zahlungsverhalten oft nicht einschätzen. Aufgrund der zu befürchtenden Zahlungsausfälle räumen viele Shops nur ausgewählten Kunden die Möglichkeit ein, auf Rechnung einzukaufen. Andere begrenzen die Kaufsumme, die auf Rechnung gewährt wird, von vornherein.
Wer die Zahlungsmethode per Rechnung bevorzugt, kann sich auf http://www.zahlungsverkehrsfragen.de/­online-bezahlen/­kauf-auf-rechnung-shops informieren, welche Shops im Internet den Kauf per Rechnung ermöglichen. Sortiert nach Warengruppen lässt sich schnell feststellen, welcher Shop teilnimmt, ohne dass User jede einzelne Shopseite selber überprüfen müssen.

Paypal, Giropay und Paydirekt

Einer der ganz großen Anbieter im online Zahlungsverkehr ist Paypal. Er ist verhältnismäßig bekannt. Das Unternehmen schaltet sich als Zahlungsdienstleister zwischen den Händler und den Kunden ein. Verbraucher müssen sich bei PayPal registrieren und ihr Girokonto oder eine Kreditkarte mit dem Account bei PayPal verbinden. Über eine hinterlegte E-Mail-Adresse, die als Ersatz für die Kontonummer gilt, wird bezahlt. Das Konto bei PayPal kostet nichts, Geschäftskonten sind kostenpflichtig.
Nach einem ähnlichen Prinzip arbeiten auch andere Zahlungsdienstleister. Sie vermeiden es ebenfalls, die Zahlungsinformationen direkt an einen Händler zu schicken. Kunden geben nur beim zwischengeschalteten Zahlungsdienstleister ihre Bankdaten an. Dieser bucht beim Kauf den Betrag vom Referenzkonto ab bzw. verrechnet den Rechnungsbetrag mit einem vorher eingezahlten Guthaben. Das Gute an dieser Bezahlmethode ist, dass potentiell unseriöse Händler im Internet an keinerlei Zahlungsinformationen oder andere sensible Daten der Kunden kommen. Gibt es Probleme, können Verbraucher den Zahlungsdienstleister einschalten.
Doch Vorsicht vor Betrügern, die mit Phishing Mails nach den Zahlungsinformationen fischen. Sie treten im Gewand der Zahlungsdienstleister auf und geben sich als seriös aus. Sie fragen nach Bankdaten oder nach Zugangsdaten zum Account. Verbraucher sollten den Absender sehr genau überprüfen und sich vor Augen halten, dass kein seriöser Zahlungsdienstleister jemals nach diesen sensiblen Informationen fragen würde. Unter http://www.verbraucherzentrale.de/phishing-mails liefert die Verbraucherzentrale hilfreiche Hinweise zum Thema.

Sichere Alternative: Gutscheinkarten

Völlig ohne Bankdaten können Verbraucher mit Gutscheinkarten einkaufen. Diese sind an Supermarktkassen oder in anderen Shops vor Ort zu bekommen. Sie eignen sich zum Download von Musik, Spielen, Apps oder Filmen. Wer auf die Gutscheinkarte setzt, muss keinerlei Kreditkartendaten oder andere persönliche Zahlungsinformationen preisgeben. Stattdessen wird der Code abgetippt, der sich auf der Karte befindet.
Die Karten haben sich in erster Linie als Geschenkartikel etabliert und werden auch gelegentlich als Alternative zur Kreditkarte verwendet. Gerade Kinder, Jugendliche und Menschen, die ihre Ausgaben begrenzen möchten, haben auf diese Weise eine gute Kontrolle über ihr Zahlungsverhalten. Mit der einhergehenden Beschränkung auf einen bestimmten Betrag wird ein Spontankauf quasi unmöglich gemacht. Denn der Verbraucher muss erst wieder in den Supermarkt oder einen anderes Geschäft, um eine neue Gutscheinkarte einzukaufen. Das schützt wirksam vor unüberlegten Einkäufen.

Bildquellen:
Foto 1: https://pixabay.com/­de/users/­422737-422737/
Foto 2: https://pixabay.com/­de/users/­CircoD-1739491/

 


 

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