Gebrauchtwagen: Tipps zum Verkauf des alten Pkws

Letztes Update: Dienstag, 18. September 2018 - 23:42 Uhr

Jedes Jahr wechseln Tausende Gebrauchtwagen den Besitzer. Einige Autohalter fahren ihr Fahrzeug nur wenige Jahre, bis sie es gegen einen Neuwagen eintauschen. Andere Fahrer müssen den Pkw länger nutzen, da sie sich den Umstieg erst später leisten können. Unabhängig davon, zu welcher Gruppe man gehört, das Ziel der Pkw-Verkäufer ist dasselbe: Einen möglichst hohen Preis für den Gebrauchten erhalten.

Instandhaltung wirkt sich auf den Pkw aus

Über den Fahrzeugwert machen sich viele Autobesitzer erst dann Gedanken, wenn der Gebrauchte veräußert werden soll. Besser wäre es, wenn sie bereits beim Kauf des Automobils überlegt hätten, wie sie den Fahrzeugwert halten können.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Instandhaltung des Autos. Unter Instandhaltung versteht man Folgendes:

  • jährlicher Wechsel des Motoröls und der Filter
  • regelmäßig Funktionen testen (Beleuchtung, Hupe, etc.)
  • Fahrzeug auf jede Jahreszeit vorbereiten (insbesondere vor und nach dem Winter)
  • Defekte frühzeitig erkennen und beheben
  • regelmäßige Reinigung (innen und außen)

Die Pflege eines Automobils kostet Zeit und Geld. Sie bringt aber auch den Vorteil mit sich, dass die Lebensdauer des Fahrzeugs verlängert wird und es beim Wiederverkauf einen höheren Wert hat.

Um beispielsweise Beschädigungen im Kofferraum zu vermeiden, bieten sich Thule Dachboxen als alternative Transportmöglichkeit an. Diese sind äußerst robust und können so die Gegenstände aufnehmen, welche im Kofferraum Schaden anrichten könnten und so den späteren Verkaufspreis mindern würden.

Auto vor dem Verkauf in Form bringen

Die Entscheidung ist gefallen, das Auto soll verkauft werden. Wer sein Fahrzeug gepflegt hat, dem stehen an dieser Stelle wenige Arbeiten bevor. Da wir davon ausgehen, dass keine Schäden vorzufinden sind, folgen lediglich kosmetische Verbesserungen:

  1. Zunächst wird das Auto durch die Waschstraße gefahren. Eine äußere Reinigung ist wichtig, da ein sauberes Fahrzeug einen besseren Eindruck macht - sowohl bei der Besichtigung vor Ort als auch in Fotos.
  2. Nach der äußeren Säuberung folgt die Reinigung im Innenraum. Mit einem Staubsauger reinigt man zunächst Polster, den Fußboden sowie Kofferraum. Anschließend pflegt man Fahrzeugteile aus Kunststoff und Gummi mit einem Silikonspray. Es gibt den Teilen einen neuen Glanz und lässt sie wie neu aussehen.
  3. Sobald der Innenraum sauber ist, können Pkw-Verkäufer feststellen, ob sich Gerüche im Innenraum manifestieren. Diese können durch den Transport von Tieren oder Zigaretten entstanden sein. Ein bekanntes Hausmittel soll gemahlener Kaffee sein, welchen man in eine Schale gibt und über Nacht im Auto lässt.

Diese und alle weiteren Pflegemaßnahmen lohnen sich vor dem Verkauf, wie mobile.de ermittelt hat. Zwischen einem verdreckten VW Touran Baujahr 2004 (94.000 km Laufleistung) entstand eine Preisspanne von 3.600 Euro zwischen der gepflegten und dreckigen Variante (Verkaufspreis: 7.190 bis 10.790 €).

Verkaufswert für den Gebrauchten ermitteln

Nach einer langjährigen Instandhaltung und kurzfristigen Aufbereitung folgt die Wertermittlung des Fahrzeugs. Im Rahmen der Wertermittlung soll festgelegt werden, wie viel der Autobesitzer für sein Fahrzeug verlangen kann. Mehrere Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Gebrauchtwagenbewertung auf wirkaufendeinauto.de: Die Automobilexperten ermitteln den Preis des Fahrzeugs. Zunächst erhalten Pkw-Verkäufer einen Richtwert über die Webseite. Der endgültige Preis wird in einem der verschiedenen Standorte in Deutschland ermittelt.
  • Wertermittlung über Listen: Über Schwacke oder DAT können Verbraucher den Fahrzeugwert innerhalb kürzester Zeit ermitteln. Beide Unternehmen besitzen Datenbanken mit Listenpreisen von Händlern.
  • Professionelle Wertermittlung: Ein Gutachter kann den Fahrzeugwert vor Ort ermitteln. Diese Wertermittlung ist mit dem höchsten Kostenaufwand verbunden, hat aber den Vorteil, dass das Gutachten bei der Preisverhandlung verwendet werden kann.

Eine Alternative zu den zuvor genannten Wertermittlungstaktiken ist der Vergleich von Onlineinseraten, die Sammlung aller Preise und das Errechnen eines Durchschnittswertes. Diese Maßnahme ist zwar kostenlos, aber auch mit einem hohen Zeitaufwand verbunden.

Annonce für das Fahrzeug erstellen

Das Fahrzeug ist lupenrein, der Wert ermittelt, nun muss es nur noch von seiner besten Seite präsentiert werden. Zunächst schnappt man sich eine gute Kamera und fertigt einige Schnappschüsse von seinem Fahrzeug an. Die Fotos sollten das Fahrzeug aus jedem denkbaren Winkel zeigen und hochauflösend sein, damit potenzielle Käufer beim Zoomen Macken erkennen können. Einem Artikel auf n-tv.de zufolge ist beim Fotoshooting ein bedeckter Himmel von Vorteil. Bei starker Sonneneinstrahlung sind die Lichtreflexionen im Autolack zu stark. Schattenwurf und starke Kontraste sind ebenfalls ein Nachteil.

Achtung: Aus Sicherheitsgründen ist es sinnvoll, die Bilder mit einem Wasserzeichen auszustatten. So gehen Verkäufer sicher, dass die Bilder nicht von Dritten missbraucht werden.

Nachdem das Fahrzeug fotografiert wurde, folgt die Erstellung des Profils. Dazu sammelt man zunächst alle Daten, die es über das Fahrzeug gibt. Als Quelle dient entweder das Fahrzeugheft oder die Autodatenbank bei ADAC, die alle wichtigen Informationen beinhaltet. Zusätzlich zu den Standardinformationen wird das Profil mit eigenen Worten ergänzt, die das Fahrzeug beschreiben:

  • Zustand des Fahrzeugs
  • regelmäßige Werkstattbesuche
  • (Nicht)raucherfahrzeug; (kein) Tierhalter
  • eventuelle Veränderungen (Breitreifen, etc.)

Falls das Fahrzeug in einem Unfall verwickelt war, ist dies ebenfalls zu nennen. Dazu gehören auch Blechschäden, so klein sie auch sein mögen. Ehrlichkeit bewahrt vor Problemen und unnötigen Diskussionen mit potenziellen Käufern. Wer einen kleinen Blechschaden verschmerzen kann, der wird ein solches Fahrzeug auch ohne Anstand kaufen.

Das fertige Profil sollte auf mehreren Automobilplattformen angeboten werden, um die Verkaufschancen zu steigern. Den Verkaufswert sollten Verkäufer leicht höher als festgelegt ansetzen, um für einen gewissen Verhandlungsspielraum zu sorgen. Den Preis kann man schließlich immer reduzieren.


 

Hast du weitere Tipps zum Vekauf des alten PKWs? Oder hast du besondere Erfahrungen beim Autoverkauf gemacht? Schreibe doch einen Kommentar...

Kommentare 1

Andre (2016-11-10 - 11:12 Uhr)
Es gibt eine Menge Möglichkeiten sein Auto nochmal auf Vordermann zu bringen und es bringt tatsächlich wie beschrieben teilweise einen großen Unterschied! Wenn man sein Auto von Anfang an gut pflegt hat man hinterher natürlich weniger zu tun. ;)

 

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